Uni-Störaktion der JXK

Heute morgen, am 18.01.2019, haben die Studentinnen der JXK (Jinên Xwendekarên Kurdistan — Studierende Frauen aus Kurdistan) eine Störaktion in der Universität Hannover durchgeführt. Dabei sind die Studentinnen in eine Politik-Vorlesung zum Thema „Unterschied zwischen demokratischen und autoritären Herrschaftssystemen“ gegangen. Dort haben sie eine kurze Rede zur aktuellen politischen Lage mit Bezug zum Hungerstreik der HDP-Abgeordneten Leyla Güven gehalten. Sie betonten, dass sich außerdem über 290 weitere Insassen der türkischen Gefängnisse, sowie zahlreiche solidarische Menschen in anderen Ländern, dem Widerstand angeschlossen haben.
Sie alle fordern die Beendigung der Totalisolation Abdullah Öcalans, dem Repräsentanten des kurdischen Volkes.
Die Studentinnen machten darauf aufmerksam, dass der weltweite Hungerstreik von den Medien weitestgehend verschwiegen wurde und die Presse ihrer Verpflichtung zur Berichterstattung nicht nachgekommen ist. Die jungen Frauen der JXK forderten die anwesenden Studierenden dazu auf, sich mit der aktuellen Lage auseinander zu setzen und Öffentlichkeit für die Situation des kurdischen Volkes zu schaffen.
Während der Ansprache hatte ein Student solidarisch seine Faust erhoben. Zum Schluss applaudierten die anwesenden Studierenden.

Der 16.1 in Straßburg

Heute ist der letzte Tag für unseren Besuch hier als JXK in Straßburg. Mittlerweile haben wir uns daran gewöhnt sehr früh aufzustehen, um zu unserer Nachtwache anzutreten. Der Tag heute war kälter als die letzten Tage, was nicht gut war, da das Immunsystem der FreundInnen an einem Punkt gekommen ist, an dem jeder kleiner Kältestoß eine Erkältung auslösen kann. Um 8 Uhr morgens waren die ersten Menschen schon da. Es war noch stockdunkel, jedoch mussten die Vorbereitungen für die heutige Kundgebung laufen. Als die ersten Hungerstreikenden aufwachten erzählten sie uns viel Unterschiedliches. Manche schliefen viel, manche fast gar nicht, da sie sich zu sehr darauf konzentrierten zu schlafen – alle wussten der Tag wird anstregend werden und viel Energie fordern. Die Kundgebung startete um 12 Uhr vor dem europäischen Parlament.

Wir als HelferInnen-Team teilten uns in 2 Gruppen auf, ein Teil ging früh zur Kundgebung, um dort alles vorzubereiten und als Ordner zu agieren, der andere Teil blieb länger im Verein, um diesen, nach einem riesen Anmarsch von BesucherInnen, sauberzumachen.

Vor dem Europäischen Parlament versammelten sich mehrere Hundert Menschen als Akt der Solidarität mit den Hungerstreikenden und für Freiheit Rêber Apos. Die Atmosphäre war sehr kämpferisch! Wir versammelten uns mit vielen weiteren YXK und JXK’lerinnen die heute da waren und sprachen uns über unser Vorgehen ab und diskutierten bald anstehende Aktionen.

sdr

Um ca. 13 Uhr kamen die ersten 4 GenossInnen vom Hungerstreik. Total krass wie motiviert und überzeugt die FreundInnen waren, dass sie bei dieser Eiseskälte nach draußen gingen als Protest. Wir mussten als OrdnerInnen uns wirklich durchkämpfen durch die Massen. Verständlicherweise wollten alle anwesenden mit den Hungerstreikenden reden, sie umarmen und einfach ihre Dankbarkeit ausdrücken. Und genau das mussten wir verhindern! 😄 Nein also – wir mussten natürlich dafür sorgen, dass die FreundInnen nicht alle 2 Sek. Berührt werden von Menschen, dass ihnen alle nicht zu nahe kommen – um ihrer Gesundheit willen.

sdr

Die Hevals vom Hungerstreik haben im Zelt gesessen, während wir eine Menschenkette um sie machten.
Heute sahen wir so viele Mütter weinen und zugleich so viele, die nun mehr Energie hatten als je zuvor.
Auch heute waren einige bekanntere Menschen anwesend, wobei wir unsere Augen woanders hatten. Die HDP Abgeordnete Meral Danış Beştaş war u. a. da und hielt eine Rede.
Der Nachmittag war sehr schnell rum für uns – für die FreundInnen, so erzählten sie, hat es sich angefühlt, als wären sie mehrere Stunden dort gewesen. Vermutlich normal unter ihren Bedingungen. Kurz bevor die Kundgebung beendet wurde, gingen wir schon zum Verein, um noch einmal in aller Ruhe mit den FreundInnen sein zu können, bevor wir dann auch gehen mussten.

Die Tage in Straßburg haben sehr großen Eindruck bei uns hinterlassen und wir sind überzeugt, dass ihr Kampf nicht in den Leerlauf gerät. Wir sind entschlossener denn je und in den Gedanken stets bei unseren Hevals.
Danke für diese lehrreichen Gespräche – Danke für euren Widerstand!
Auf das wir gemeinsam für unsere Ideen kämpfen!

Bijî berxwedana Zindana!!!

WDR in Bielefeld besetzt!

Heute besetzten AktivistInnen der Kurdischen Jugend zusammen das WDR Gebäude friedlich, um mediale Aufmerksamkeit für den Hungerstreik von Leyla Güven, in den türkischen Gefängnissen und in Straßburg zu fordern. Sie forderten ein Gespräch mit dem Programmchef zu über die aktuelle politische Situation. Es wurde kurzzeitig auch ein Sitzstreik durchgeführt. Mehrere Streifenwagen der Polizei kamen und verhafteten vorübergehend eine Person, die jedoch schnell wider entlassen wurde.

Die Aktion war erfolgreich, da die Medien über den Hungerstreik und die Aktion berichteten. Die Forderung der AktivistInnen:
“Wir fordern europäische Medienanstalten auf, über den Massenhungerstreik zu berichten, der bereits eine kritische und lebensbedrohliche Phase erreicht hat. Außerdem fordern wir eine klare Haltung des WDR zu den schweren Menschenrechtsverletzungen des türkischen Staates gegenüber dem kurdischen Volk und die damit einhergehenden Friedensbestrebungen kurdischer Aktivist*innen”

„Steh auf gegen die Totalisolation“ – Demonstrationen am 19.1

Die Tevgera Ciwanên Şoreşger und die Jinên Ciwan ên Azad rufen alle kurdischen und internationalistischen Jugendlichen auf:
“Am 19. Januar werden in allen teilen Kurdistans und überall auf der Welt 1 Million Jugendliche mit dem Motto „Steh auf gegen die Totalisolation“ auf die Straßen gehen”

Auch wir, die JXK rufen alle Jungen Frauen auf, an den Demonstrationen Teil zu nehmen und ein Zeichen zu setzen, um die Totalisolationshaft Abdullah Öcalan`s zu druchbrechen.
Derzeit leistet Leyla Güven einen heldenhaften Widerstand durch ihren Hungerstreik, dem sich bereits hunderte angeschlossen haben. Auch in Straßburg sind 15 Personen im Hungerstreik. Diesen Widerstand müssen auch wir als Junge Frauen weitertragen, denn den Komplott gegen Abdullah Öcalan können wir nur durchbrechen, wenn die Jungen Frauen, sowie die gesamte Jugend sich auch in Europa dagegen erhebt. Die Zeit ist da den Widerstand zu intensivieren! Wir müssen unsere Moral wider erheben! Nehmt alle eure FreundInnen mit, auf die Demos und setzt gemeinsam ein Zeichen gegen die unmenschliche Isolationshaft!

Öcalans Freiheit ist unsere Freiheit!

#20OcaktaGençlerYürüyor

Roj baş hevalno – Tag 3 in Straßburg

Für uns fing der Tag heute um 6 Uhr morgens an. Der Morgen hier ist am schönsten. Wenn alles ruhig ist, so finden wir, können wir alles an Geschehen besser reflektieren. Tatsächlich war der heutige Tag sehr ruhig. Wir mussten wirklich vieles reflektieren und verarbeiten. Wir denken es ist schwer von außerhalb die Geschehnisse verstehen zu können und vor allem die Menschen hier zu verstehen. Von Dilek Öcalan bis hin zu Deniz Surgut, alle anwesenden sind Menschen mit verschiedenen Lebensgeschichten und somit auch Erfahrungen. Uns war bisher nie wirklich klar, welche Geschichte hinter jedem/jeder einzelnen hier steckt und was dies auch für uns hier bedeutet. Unser Wissensdurst war groß. Wir mussten sie einfach ausfragen! 😄

Leider wurden wir Mittags unterbrochen vom Fernsehteam. Dieses ist übrigens jeden Tag hier und berichtet für Sterk-TV.
Nachdem das Fernseh-Team weg blieb der Tag vergleichsweise sehr ruhig. Es kamen kaum BesucherInnen, aber gut, war ja auch Dienstag. Ein ruhiger Tag heißt jedoch nicht, dass es ein ruhiger Tag für unsere Gedanken waren. Diese waren nämlich überall, nur nicht beim Alltag. Für die Hungerstreikenden hat es uns sehr gefreut, das heute endlich weniger los waren, sodass wir erleichtert waren, dass sie viel Zeit in ihrem Raum verbrachten, um keine Energie zu verschwenden. Frühnachmittags kam ein Politiker aus dem Parlament Frankreichs zu Besuch, um sich mit den Hungerstreikenden zu unterhalten. Da wir die Unterhaltung nicht unterbrechen wollten.

Direkt nachdem dieser weg war, hieß es für einige GenossInnen, die ausreichend erholt waren, sich auf dem Weg zum nächsten Treffen zu machen; und zwar in der Kirche. Wie beim Bericht des 1. Tages erwähnt, gab es eine Besetzung in der Kirche, die das Ziel hatte desinfizierte Räume für die Hungerstreikenden zu bekommen.
Leider kamen nicht viele Informationen bei dem heutigen Treffen zusammen und es wurde keine Lösung gefunden. Wir hoffen weiterhin wirklich wirklich sehr, dass die Räume den FreundInnen gegeben werden. Gegen Ende des Tages sangen wir gemeinsam einige Lieder und bereiten uns vor für die Kundgebung am nächsten Tag.

Den heutigen Tag haben wir zwar am kürzesten beschrieben, dieser hatte uns jedoch am stärksten beeinflusst. Bitte versteht uns nicht falsch. Wir wollen diesen Hungerstreik nicht romantisieren und ihn schön reden, denn das ist er nicht, keineswegs.
An der ganzen Situation ist nichts romantisches oder erfreuliches. Der Hungerstreik Leyla Güvens, welcher mittlerweile den 69. Tag angelangt hat, der nun 30. Tag des Hungerstreiks in Straßburg, usw.: das sind alles Proteste und Widerstände gegen die Isolationshaft Rêber Apos. Es geht hierbei nicht nur um Abdullah Öcalan als Person. Es geht um so vieles mehr.
In Rojava wird versucht auf physischem Wege die Revolution zunichte zu machen und in Imralı die Ideologie, die Institution Serokatîs zu zerbrechen.

Deshalb sind unsere Abschlussworte für den heutigen Tag:
Bijî Serok Apo!
Bijî berxwedana Rojava!
Bijî berxwedana Zindana!

2. Tag – eine JXKlerin berichtet vom Hungerstreik in Straßburg

Für uns fing der Tag heute schon um 7 Uhr morgens an, da wir keine Freunde verpassen wollten und für sie von Anfang an da sein wollten. Der Tag fing für so gut wie alle Hungerstreikenden leider nicht so gut an, da die meisten die Nacht sehr wenig bis fast gar nicht schliefen. Laut ihnen, wurden sie einfach nicht müde, wobei sie körperlich große Erschöpfung erkannten. Wir versuchten herauszufinden, wie es den FreundInnen wirklich geht. Nachdem sie, wie jeden Morgen und Abend, sich beim Doktor untersuchen ließen, erzählten sie uns von ihren Ergebnissen. Viele Freunde hatten sehr viel (bis zu 10 Kilo) schon verloren. Bis ca. 12 Uhr saßen wir in einer relativ kleinen Runde (wobei 3–4 Besucherinnen schon kamen) und sprachen miteinander.
Das Lachen der GenossInnen, ihr Widerstandsgeist und der Mut der FreundInnen ist auf so vielen Ebenen einfach so erfüllend. Jede Minute wurde in unseren Emotionen, die Hoffnung größer, dass die Totalisolation Öcalans bald zerbricht.

Nachdem die ersten Gruppen an BesucherInnen gegangen waren, haben wir entschieden, dass die beiden Vorräume wieder viel zu dreckig waren. Mittlerweile waren 5 der Hungerstreikenden krank. Deshalb fingen wir an alle Räume gemeinsam mit anderen Helfern und Helferinnen sauberzumachen. Dies beanspruchte viel Zeit, da man sehr genau sauber machen musste und alles an Oberfläche desinfizierte.
Währenddessen waren 2 FreundInnen vom Hungerstreik im Europäischen Parlament, um auf die Situation Leyla Güvens aufmerksam zu machen. Die Aktion ergab sich als sehr erfolgreich.

Nach unserer Putz-Attacke begaben sich alle wieder in die Räumlichkeiten und – wer hätte das gedacht – die nächste Gruppe BesucherInnen kam an. Darunter war die HDP Abgeordnete Meral Danış Beştaş. Während sie mit einigen Streikenden in einem Raum sich unterhielt, waren wir mit den anderen. Unsere Diskussionen fingen heute beim Tisbeh (Gebetskette) an und welchen Einfluss dieser auf die Ausstrahlung des Menschen hat, bis hin zu Werken Maos über Liberalismus. Ach, gerne erinnern wir uns an diese Diskussionen zurück! 🙂

Zwischendurch kümmerten wir uns auch um die alltäglichen Aufgaben, des kollektiven Zusammenlebens.
Wir entschieden uns alle ebenfalls in den Raum mit der Genossin zu begeben, da wir nicht unhöflich sein wollten. Immerhin war sie ein Gast.
Dort fingen wir an zu singen und die Hungerstreikenden fingen an zu tanzen. Obwohl alle wussten, dass sie nicht tanzen dürfen, obwohl ihr Arzt sie wiederholt gewarnt hatte, war es ihnen egal. Sie wollten einfach den Moment genießen mit uns allen. Nochmal wurde uns ihre Stärke klar und vor allem kam uns wieder die Kraft des Tanzes ins Bewusstsein. Ich wünsche, dass ihr das alles hättet mitverfolgen können!

Der Abend bestand aus einem Treffen des gesamten Komitees, das heißt den Hungerstreikenden und den Verantwortlichen und im Anschluss darauf einer Kritik und Selbstkritik Runde innerhalb der Streikenden.
Nach ihrem Treffen strahlten sie vor Motivation.

Wir fingen an uns alle bereitzumachen zum Schlafen oder zur Nachtwache und reflektierten das ganze Geschehen des Tages. Wir müssen sagen, dass wir mittlerweile an einem Punkt angekommen sind, an dem die ganze Trauer, der Weltschmerz und die damit verbundene Demotivation vollkommen verschwunden sind. Wir sind uns vor allem jetzt der Sache klarer denn je. Und wie Heval Yüksel Koç jeden Morgen in den Raum ruft “SILAVÊN ŞOREŞGER HEVAL ÊN HÊJA!”

JXK – Unterstützung des Hungerstreiks in Straßburg und eine friedliche Kirchenbesetzung

Weshalb wir entschieden haben, direkt nach der Demo in Paris nach
Straßburg zu fahren, alles an Arbeit und Uni stehenzulassen, um bei
unseren Hevals sein zu können?

Noch in Paris haben wir von dem Besuch
bei Rêber Apo erfahren und haben sofort mit den FreundInnen vor Ort
kommuniziert, wie wir nun vorgehen werden, um den Besuch weitesgehend
analysieren und verstehen zu können. Schnell haben wir festgestellt,
dass dieser erlaubte Besuch ein Versuch der türkischen Regierung ist,
den Hungerstreik Leyla Güvens, den der PKK und PJAK Gefangenen und den
der GenossInnen in Straßburg zu sabotieren und den Widerstand zu
brechen. Natürlich empfanden wir ein riesiges Gefühl der Erleichterung,
zu wissen, dass es Apo zumindest gesundheitlich weites gehend gut geht.
Zugleich stärkte dies unseren Widerstandsgeist und motivierte uns
mental, intensiver an unsere Arbeiten zu gehen. Nach einer langen
Busfahrt kamen wir spät Nachts in Straßburger Verein an. Da wir es kaum
abwarten konnten, die FreundInnen wiederzusehen, kam auch der Schlaf
sehr kurz, was uns jedoch nicht davon abhielt, den Tag voller Motivation
zu beginnen.

Nachdem gegen 10 Uhr, die
meisten Hungerstreikenden schon wach waren und sich nach und nach in den
Vorraum begeben haben, fingen wir an mit den Arbeiten. Wir leisteten vor
allem Hilfestellungen in allen Bereichen. Vom Tee machen, bis hin zum
morgendlichen nach draußen begleiten, um ihnen auch einen gewissen
Schutz zu liefern. Wir halfen ihnen eigentlich bei vielen
Alltagssituationen, wobei die FreundInnen sich in vielen Situationen
nicht helfen lassen wollten, da sie trotz 28 Tagen im Hungerstreik, sehr stark
erschienen. Gegen 12 Uhr bereiteten wir uns gemeinsam mit Menschen vom
Verein und der Jugend vor, um eine Kirche friedlich zu besetzen. Unsere
Forderungen wurden im vorhin ein noch einmal gründlich besprochen, wobei
diese prinzipiell schon eindeutig feststehen. Der Verein war kein Ort, um so viele Menschen zu
beherbergen und ihnen einen ausreichend desinfizierten, großen Raum zu bieten.
Da die Hungerstreikenden anfälliger für Infektionen sind und viel Besuch bekommen,
ist es wichtig gute hygienische Bedingungen schaffen zu können.
Wir forderten von der Kirchengemeinde der protestantischen Kirche ‚Eglise
protestante du Temple Neuf‘, dass diese ihre Mittel dazu nutzen sollten,
Menschen zu helfen, ihnen Räume zu bieten, um ihren Protest unter
anderen, angenehmeren Umständen fortsetzen zu können.



Nach gerade mal
einer Stunde, entschieden sich die Verantwortlichen der Gemeinde, die
Hungerstreikenden zu besuchen, da sie aus reiner Menschlichkeit diesen
helfen möchten und sich nun nach Räumlichkeiten umschauen. Dies war für
uns alle eine erfreuliche Nachricht und wir hoffen, dass sie ihre
Versprechen halten und die Hungerstreikenden endlich unter besseren
Umständen ihren Protest fortführen können.

Während der Aktionen blieben
die GenossInnen im Verein, da viele Menschen von außerhalb kamen, um
ihnen einen Besuch zu erstatten. Wir mussten feststellen, dass alle
Besuche die GenossInnen in ihrer Aktion zwar bestärken, jedoch zum Teil
auch anstrengend für sie sind, weshalb die Besuchszeiten um 17 Uhr
vorbei sind. Die meisten BesucherInnen sind sich jedoch den Umständen
und Zuständen bewusst, weshalb sie von alleine nach, in der Regel, einer
Stunde wieder nach Hause fahren. Während der Besuchszeit kam es zwischen
allen zu sehr interessanten Gesprächen. Die Unterhaltungen reichten von
privaten Erlebnissen bis hin zu Diskussionen über die demokratische
Moderne. Natürlich fragten uns viele auch nach unseren JXK Arbeiten in
Deutschland und was uns vor allem glücklich machte, waren die Aussagen
der FreundInnen über unsre Aktionen der letzten Zeit, um auf die Phase
aufmerksam zu machen. Sie standen sehr positiv unseren Aktionen
gegenüber und wir lachten über gescheiterte Aktionen, die wir alle schonmal
gemacht hatten.
Gegen Ende der Besuchszeit kam eine Freundin und ein
Freund mit einem Saz und spielten und sangen uns was vor. Die
Hungerstreikenden, so viel Moral wie diese hatten, sprangen direkt auf,
um zu den Gesängen zu tanzen. Dies war für uns ein solch
unbeschreiblicher Moment, der uns so viel Kraft gab. Wir erkannten, dass
der Mensch alles tun kann und wird, für die Freiheit, für die
Gesellschaft, für den Sieg der Revolution. Jedes Mittel ist hierbei
ihnen recht.


Da tagsüber einige FreundInnen von außerhalb auch kamen, um zu helfen,
hatten wir die Gelegenheit essen zu gehen. Aufgrund der Umstände, hatte
keiner der anwesenden Jugendlichen viel Appetit, zumal der Gedanke an
die FreundInnen allein unseren Hunger stillte.
Als wir wieder zurückkamen, erübrigte sich die Arbeitseinteilung der
HelferInnen, da so langsam eine Routine ins Spiel kam und die Arbeiten
flüssiger liefen. Gegen Abend kam ein weiterer Freund der Jugend an. Wir
erstellten eine Liste zur Nachtwache, da wir uns den Repressionen des
Staates, als auch den tückischen Mitteln der türkischen Kräfte hierzulande nach Erfahrung bewusst sind. Die Hevals gingen zu ihrem
Abend-Check-Up des Arztes vor Ort, damit dieser ihren gesundheitlichen
Zustand bewerten konnte und ihnen sagen konnte, wie sie sich von nun an
zu Verhalten haben (z. B. dass einige nun keinen Zucker mehr zum Tee nehmen
sollten, einige sich öfter hinlegen sollten, etc.). Der Abend nahm
langsam sein Ende und wir gegen alle zu Bette oder zur ersten Schicht
der Nachtwache.

Paris – Sara, Rojbîn und Ronahî sind unsterblich !

Zehntausende Menschen aus ganz Europa reisten am Samstag den 12.01. nach Paris, um die gezielten Morde an unseren Genossinnen Sakine, Fidan und Leyla aufzuklären und Gerechtigkeit zu fordern.
Kämpferische Grüße aus Paris – Sara, Rojbîn und Ronahî sind unsterblich !

#SaraRojbînRonahî
Jin Jiyan Azadî 🌹🌹🌹

Radiointerview der JXK zur Kurdischen Frauenbewegung

In einem Radiointerview mit dem ABS Magazin sprechen Amara und Arian von der JXK mit Andi über die Kurdische Bewegung und ihre Entstehung. Außerdem sprechen sie über die Kurdische Frauenbewegung und die Rolle von Abdullah Öcalan. Anschließend gehen sie auf die aktuelle Situation in Kurdistan, auch in Rojava ein und sprechen über den derzeitigen Hungerstreik, in den Gefängnissen in der Türkei und in Straßburg.

Das Interview wird Mittwoch um 16 Uhr im ABS Magazin beim Radio X unter 91.8 ausgestrahlt und anschließend auch auf der Homepage ( http://www.radiox.de/sendungen/abs-magazin ) hörbar sein.

++Aufruf der JXK für mediale Aktion++

*English below*

Nach 65 Tagen hat weder die Zeitung ,,die WELT”, noch haben die meisten anderen Medien über den Hungerstreik von Leyla Güven berichtet.
Leyla Güvens Gesundheitszustand ist lebensbedrohlich!!

Obwohl wir als JXK eine Mail Kampagne gestartet haben und ,,die WELT” uns zugesichert hat, dass dieses Thema sicherlich von der Redaktion behandelt wird, kam bis heute nichts. Scheinbar ist das Leben einer Frau, die sich für Frauenrechte, Ökologie und Demokratie, gegen die Barbarei des türkischen Staates einsetzt, nicht weiter wichtig! Offenbar ist das Leben tausender StudentInnen in den Foltergefängnissen der Türkei nicht weiter wichtig! Scheinbar ist das Leben hunderter Hungerstreikender Menschen nicht wichtig!
Wir verurteilen diese Ignoranz!

Daher rufen wir alle Menschen dazu auf, unsere mediale Kampagne zu unterstützen und der “WELT” zu vermitteln ihren Verpflichtungen, als Presseorgan nachzugehen.
Schreibt gemeinsam “die Welt” an & kommentiert überall auf ihren Seiten!

Kommentiert mit den Bildern
1. auf der Facebookseite von ,,die WELT” https://m.facebook.com/welt/?locale2=de_DE
und
2. auf Twitter https://twitter.com/welt

Wenn ihr schweigt, werden wir umso lauter! !
Lasst uns gemeinsam medialen Druck auf ,,die Welt” ausüben!

++Call for medial action of JXK++

After 65 days neither the German newspaper “Welt” nor the majority of other media has covered the hungerstrike of Leyla Güven. Leyla Güvens state of health is life threatening!!

Besides the mail campaign we started as JXK and the answer with a promise of “Welt” to Cover the topic in the editorial staff Meeting, There was no reaction until today.

It seems like the life of a Woman who makes an effort for woman’s rights, ecology, democracy and against barbarism of the Turkish state doesn’t Matter! It seems Like the life of thousands of students in Turkish torture prisons doesn’t Matter! It seems Like the lives of hundreds of people in hungerstrike doesn’t Matter! We condemn this ignorance!!

This is why we ask everyone to Support our Media campaign and to remind the News paper “Welt” of their duties as Press.
Start to write and commend to the newspaper “Welt”!!

Comment with the Pictures
1. Ob the Facebook Page of “Welt” https://m.facebook.com/welt/?locale2=de_DE
2. On Twitter https://twitter.com/welt

If you are silent we will raise our voices even louder!! Let’s start medial pressure at “die Welt”!