“Von Imrali nach Rojava” an der Universität Hannover

Gestern hat die JXK im Rahmen der “Von Imrali nach Rojava – Gefängniswiderstand und gelebte Utopie“ Veranstaltungsreihe, eine Podiumsdiskussion an der Universität Hannover veranstaltet.

Zuvor hatte die faschistische Hochschulgruppe, die sich „türkische Jugend- und Studentenbund e.V. – Türk Öğrenci Birliği (TÖB)“ nennt, versucht mit Antipropaganda die Veranstaltung zu sabotieren. Mehrmals hat die TÖB auf den sozialen Netzwerken gegen die Veranstaltung der YXK, die zwar dieses Mal nicht Organisator war, jedoch die Veranstaltung unterstützt hat, gehetzt um die JXK einzuschüchtern. Zuletzt wurde seitens der TÖB-Hannover eine Pressemitteilung, in der sie Veranstaltungen diffamieren, auf ihrer Facebook-Seite veröffentlicht und an das Präsidium der Leibniz Universität Hannover (LUH) zugeschickt, um die Durchführung der Veranstaltung zu hindern.

Dies ist nicht das erste Mal, dass die faschistische Gruppierung der TÖB versucht eine Veranstaltung
der JXK oder YXK zu sabotieren. Bereits im Dezember 2017 wurde die Veranstaltung über Abdullah Öcalan, die von der YXK-Hannover in den Räumlichkeiten organisiert wurde, aufgrund der Hetzkampagnen der TÖB-Hannover durch das Präsidium der Uni und der Polizei untersagt. Die JXK lässt sich jedoch nicht durch diese faschistische Hetze einschüchtern und hat schon im Vorfeld eine Stellungnahme veröffentlicht, um die Wichtigkeit demokratischer Bildung zu betonen und die faschistische Hetze zu verurteilen. Die JXK Ortsgruppe hat sich von der Hetzkampagne und den Versuchen, die Veranstaltung zu hindern, nicht einschüchtern lassen und ihre Veranstaltung, die von über 70 Interessierte besucht wurde, wie geplant
durchgeführt.

Mahmut Sakar sprach detailliert über den Komplott gegen den Vorsitzenden Abdullah Öcalan.
Außerdem wurden die Arbeiten der JXK vorgestellt. Die aktuelle Phase und die Bedeutung des Hungerstreiks von Leyla Güven, in den türkischen Gefängnissen und in Europa wurde diskutiert.


„Von Imrali nach Rojava – Gefängniswiderstand und gelebte Utopie“


Die JXK Bielefeld (Studierende Frauen aus Kurdistan) hat am Montag Abend eine Podiumsdisskussion veranstaltet, bei welcher Mahmut Şakar (Rechtsanwalt und gleichzeitig Anwalt von Abdullah Öcalan) referiert hat. 

Şakar erzählte über den von Leyla Güven begonnen Hungerstreik für die Freiheit Abdullah Öcalans und ihren Anstoß zu einem internationalen Aufstand und einer großen Solidaritätswelle. 

Zudem gab er einen umfassenden Einblick in die frühe kurdische Geschichte und beleuchtete schwerpunktmäßig die entscheidende Rolle Öcalans für die kurdische Bevölkerung, die Bedeutung der Rojava-Revolution in einem globalen Kontext und Öcalans Rolle für die gesamte Weltöffentlichkeit. 

Im zweiten Teil schilderte Sakar die erneut und stark aufkeimenden Massenaufstände der Bevölkerung in der Türkei und das entschlossene Streben der Bevölkerung nach Revolution und Widerstand. Er stellte dabei Verbindungen zum andauernden Hungerstreik her, der die derzeitige Lage in der Türkei historisch stark beeinflusst hat und viele Teile der Weltöffentlichkeit positiv überzeugt hat. 

Damit zusammenhängend erläuterte er das Schweigen der türkischen Medien über die derzeitigen Aufstände, das Ausmaß und die Wirkungen der Unterdrückungspolitik des türkischen Staates und persönliche Erfahrungen als Anwalt eines großen und bedeutsamen Staatsfeindes.

Seinen Beitrag schloss Mahmut Sakar mit den vielseitigen und langfristigen Perspektiven der Revolution in allen vier Teilen Kurdistans ab.

Zitat: „Wir müssen Rojava verteidigen und beschützen. Wenn Rojava fällt, wird das kurdische Volk stark unter diesem entscheidenden Verlust leiden und droht auszusterben.“ 

Etwa 75 Besucher*innen waren am Montag Abend vor Ort und nahmen zahlreich und interessiert an einer Fragenrunde teil. Vor Ort waren zudem viele Internationalist*innen, die sich sehr interessiert zeigten. 

Die Veranstaltung wurde übersetzt und stieß auf sehr viel Beifall. 

Nazan Üstündag und Mahmut Sakar an der HU Berlin


Am 75. Tag des Hungerstreiks von Leyla Güven, dem 21. Januar 2019 hat die JXK Berlin eine Podiumsdiskussion in der Humboldt Universität abgehalten. Dazu waren die beiden GastreferentInnen Nazan Üstündag und Mahmut Sakar eingeladen. Die beiden berichteten über die Hintergründe des aktuellen Hungerstreiks von Leyla Güven, sowie über die Haftbedingungen und die Wichtigkeit Öcalans.

Zu der Veranstaltung sind über 50 Menschen gekommen, die sich über die aktuelle politische Lage in der Türkei und die Zusammenhänge zwischen dem Hungerstreik, Öcalan und Rojava informieren wollten. Auch sind Pressevertreter erschienen, die im Anschluss an die Veranstaltung mit Mahmut Sakar ein Interview führten. Mahmut Sakar gehörte zu den ersten Anwälten Öcalans. Nazan Üstündag ist eine türkische Akademikerin im Exil, die sich unter anderem in der „Fraueninitiative für Frieden“ engagiert. Sie ist in ihrem Vortrag auf die geschichtliche Tradition von Hungerstreiks eingegangen und informierte über verschiedene Widerstandsformen in der Geschichte in verschiedenen Teilen der Welt. Sie betonte dabei die Forderungen und die Vorreiterrolle Leyla Güvens für die kurdischen Frauen im Kampf um Freiheit und Gerechtigkeit.

– we will prevail – 75 Tage Widerstand


“What ever the price may be – we will prevail –
I am at a point where i will gladly embrace death for this cause!”
#LeylaGüven

75 Tage…
75 Tage Widerstand, die aus einer 40-jährigen Kultur des Widerstandes entspringen.

Und das, was den Widerstand ausmacht, ist nicht nur der Akt an sich, sondern der Grad des Fedai, die Selbstlosigkeit, die Selbstaufopferung…

Leyla Güven ist eine der kurdischen Frauen, die im richtigen Augenblick die Aufmerksamkeit der Menschen für sich gewann und die Massen zum Erheben brachte.

Leyla Güven geht den Weg von Sara, Bêrîvan, Bêrîtan, Zîlan und Arîn Mîrkan, die bereit waren, für ihre Überzeugungen ihr Leben zu geben. Mit dieser Entschlossenheit schaffte sie es, das kurdische Volk in einer schwierigen Phase zu einem historischen Aufstand zu bewegen.
Mit ihrem Widerstandsgeist konnte sie weltweit hunderte von Menschen beeinflussen und ist für uns alle stets eine zu bewundernde Persönlichkeit.

Die Forderungen Leylas sind unsere Forderungen!
Endlose Solidarität mit Leyla Güven und allen Hungerstreikenden weltweit.

-Filmvorführung im Gedenken an Sakine Cansız + Foto-Aktion für Leyla Güven-

Wir die studierenden Frauen aus Kurdistan JXK Köln haben in dem „Multi Kulti Verein“ den Dokumentarfilm „Sara – Mein ganzes Leben war ein Kampf” gezeigt. Der Film handelt von der PK*K-Mitbegründerin Sakine Cansız, die am 9. Januar 2013 zusammen mit Fidan Doğan und Leyla Şaylemez in Paris vom türkischen Geheimdienst MIT ermordet wurde.

Die Veranstaltung war gut besucht und bevor wir den Film gezeigt haben gab es einen kurzen Informationsaustausch, wobei auch der Widerstand von Leyla Güven und anderen Hungerstreikenden thematisiert wurde.

Im Anschluss solidarisierten sich die Anwesenden mit Leyla Güven die sich seit 72 Tagen in einem unbefristeten Hungerstreik befindet, in Form einer Fotoaktion.

Störaktion in Politikwissenschaftsvorlesung in Mainz & Hannover

Heute morgen, am 18.01.2019, haben die Studentinnen der JXK (Jinên Xwendekarên Kurdistan — Studierende Frauen aus Kurdistan) eine Störaktion in der Universität Hannover und der in Universität Mainz durchgeführt. Dabei sind die Studentinnen in eine Politik-Vorlesung gegangen. Dort haben sie eine kurze Rede zur aktuellen politischen Lage mit Bezug zum Hungerstreik der HDP-Abgeordneten Leyla Güven gehalten. Sie betonten, dass sich außerdem über 290 weitere Insassen der türkischen Gefängnisse, sowie zahlreiche solidarische Menschen in anderen Ländern, dem Widerstand angeschlossen haben.
Sie alle fordern die Beendigung der Totalisolation Abdullah Öcalans, dem Repräsentanten des kurdischen Volkes.
Die Studentinnen machten darauf aufmerksam, dass der weltweite Hungerstreik von den Medien weitest gehend verschwiegen wurde und die Presse ihrer Verpflichtung zur Berichterstattung nicht nachgekommen ist. Die jungen Frauen der JXK forderten die anwesenden Studierenden dazu auf, sich mit der aktuellen Lage auseinander zu setzen und Öffentlichkeit für die Situation des kurdischen Volkes zu schaffen. Zum Schluss applaudierten die anwesenden Studierenden und es wurde zur internationalen Solidarität aufgerufen.

Uni-Störaktion der JXK

Heute morgen, am 18.01.2019, haben die Studentinnen der JXK (Jinên Xwendekarên Kurdistan — Studierende Frauen aus Kurdistan) eine Störaktion in der Universität Hannover durchgeführt. Dabei sind die Studentinnen in eine Politik-Vorlesung zum Thema „Unterschied zwischen demokratischen und autoritären Herrschaftssystemen“ gegangen. Dort haben sie eine kurze Rede zur aktuellen politischen Lage mit Bezug zum Hungerstreik der HDP-Abgeordneten Leyla Güven gehalten. Sie betonten, dass sich außerdem über 290 weitere Insassen der türkischen Gefängnisse, sowie zahlreiche solidarische Menschen in anderen Ländern, dem Widerstand angeschlossen haben.
Sie alle fordern die Beendigung der Totalisolation Abdullah Öcalans, dem Repräsentanten des kurdischen Volkes.
Die Studentinnen machten darauf aufmerksam, dass der weltweite Hungerstreik von den Medien weitestgehend verschwiegen wurde und die Presse ihrer Verpflichtung zur Berichterstattung nicht nachgekommen ist. Die jungen Frauen der JXK forderten die anwesenden Studierenden dazu auf, sich mit der aktuellen Lage auseinander zu setzen und Öffentlichkeit für die Situation des kurdischen Volkes zu schaffen.
Während der Ansprache hatte ein Student solidarisch seine Faust erhoben. Zum Schluss applaudierten die anwesenden Studierenden.

Der 16.1 in Straßburg

Heute ist der letzte Tag für unseren Besuch hier als JXK in Straßburg. Mittlerweile haben wir uns daran gewöhnt sehr früh aufzustehen, um zu unserer Nachtwache anzutreten. Der Tag heute war kälter als die letzten Tage, was nicht gut war, da das Immunsystem der FreundInnen an einem Punkt gekommen ist, an dem jeder kleiner Kältestoß eine Erkältung auslösen kann. Um 8 Uhr morgens waren die ersten Menschen schon da. Es war noch stockdunkel, jedoch mussten die Vorbereitungen für die heutige Kundgebung laufen. Als die ersten Hungerstreikenden aufwachten erzählten sie uns viel Unterschiedliches. Manche schliefen viel, manche fast gar nicht, da sie sich zu sehr darauf konzentrierten zu schlafen – alle wussten der Tag wird anstregend werden und viel Energie fordern. Die Kundgebung startete um 12 Uhr vor dem europäischen Parlament.

Wir als HelferInnen-Team teilten uns in 2 Gruppen auf, ein Teil ging früh zur Kundgebung, um dort alles vorzubereiten und als Ordner zu agieren, der andere Teil blieb länger im Verein, um diesen, nach einem riesen Anmarsch von BesucherInnen, sauberzumachen.

Vor dem Europäischen Parlament versammelten sich mehrere Hundert Menschen als Akt der Solidarität mit den Hungerstreikenden und für Freiheit Rêber Apos. Die Atmosphäre war sehr kämpferisch! Wir versammelten uns mit vielen weiteren YXK und JXK’lerinnen die heute da waren und sprachen uns über unser Vorgehen ab und diskutierten bald anstehende Aktionen.

sdr

Um ca. 13 Uhr kamen die ersten 4 GenossInnen vom Hungerstreik. Total krass wie motiviert und überzeugt die FreundInnen waren, dass sie bei dieser Eiseskälte nach draußen gingen als Protest. Wir mussten als OrdnerInnen uns wirklich durchkämpfen durch die Massen. Verständlicherweise wollten alle anwesenden mit den Hungerstreikenden reden, sie umarmen und einfach ihre Dankbarkeit ausdrücken. Und genau das mussten wir verhindern! ???? Nein also – wir mussten natürlich dafür sorgen, dass die FreundInnen nicht alle 2 Sek. Berührt werden von Menschen, dass ihnen alle nicht zu nahe kommen – um ihrer Gesundheit willen.

sdr

Die Hevals vom Hungerstreik haben im Zelt gesessen, während wir eine Menschenkette um sie machten.
Heute sahen wir so viele Mütter weinen und zugleich so viele, die nun mehr Energie hatten als je zuvor.
Auch heute waren einige bekanntere Menschen anwesend, wobei wir unsere Augen woanders hatten. Die HDP Abgeordnete Meral Danış Beştaş war u. a. da und hielt eine Rede.
Der Nachmittag war sehr schnell rum für uns – für die FreundInnen, so erzählten sie, hat es sich angefühlt, als wären sie mehrere Stunden dort gewesen. Vermutlich normal unter ihren Bedingungen. Kurz bevor die Kundgebung beendet wurde, gingen wir schon zum Verein, um noch einmal in aller Ruhe mit den FreundInnen sein zu können, bevor wir dann auch gehen mussten.

Die Tage in Straßburg haben sehr großen Eindruck bei uns hinterlassen und wir sind überzeugt, dass ihr Kampf nicht in den Leerlauf gerät. Wir sind entschlossener denn je und in den Gedanken stets bei unseren Hevals.
Danke für diese lehrreichen Gespräche – Danke für euren Widerstand!
Auf das wir gemeinsam für unsere Ideen kämpfen!

Bijî berxwedana Zindana!!!

WDR in Bielefeld besetzt!

Heute besetzten AktivistInnen der Kurdischen Jugend zusammen das WDR Gebäude friedlich, um mediale Aufmerksamkeit für den Hungerstreik von Leyla Güven, in den türkischen Gefängnissen und in Straßburg zu fordern. Sie forderten ein Gespräch mit dem Programmchef zu über die aktuelle politische Situation. Es wurde kurzzeitig auch ein Sitzstreik durchgeführt. Mehrere Streifenwagen der Polizei kamen und verhafteten vorübergehend eine Person, die jedoch schnell wider entlassen wurde.

Die Aktion war erfolgreich, da die Medien über den Hungerstreik und die Aktion berichteten. Die Forderung der AktivistInnen:
“Wir fordern europäische Medienanstalten auf, über den Massenhungerstreik zu berichten, der bereits eine kritische und lebensbedrohliche Phase erreicht hat. Außerdem fordern wir eine klare Haltung des WDR zu den schweren Menschenrechtsverletzungen des türkischen Staates gegenüber dem kurdischen Volk und die damit einhergehenden Friedensbestrebungen kurdischer Aktivist*innen”